Intraokularlinsen mit Filter

Woraus besteht das Lichtspektrum?

Lentes Intraoculares con Filtros

Lichtspektrum (https://www.educ.ar)

Das natürliche Licht kann man als elektromagnetische Welle verstehen, die sich durch Wellenlänge und Frequenz beschreiben lässt. Je nach Wellenlänge wird ein entsprechender Farbton empfunden. Die Farbwahrnehmung ist somit ein physiologisches Phänomen, kein Physikalisches! Die Farbwahrnehmung des Menschen ist begrenzt, sie reicht von ca. 400 nm im violetten Bereich bis zu ca. 750 nm, dem rot-sichtbaren Bereich. Gesund Farbsichtige können bis zu 180 verschiedene Farbtöne wahrnehmen. Man kann die Farbzusammensetzung des sichtbaren Lichtes gut beobachten, wenn Licht von einem Medium in das andere übergeht. An Grenzschichten, wie z.B. von Luft und Wasser, wird das Licht in seine Spektralfarben aufgeteilt. Die sichtbaren Lichfarben können wir als Regenbogenfarben sehen. Jede einzelne Farbe hat ihre bestimmte Wellenlänge und unterscheidet sich von den anderen Farben. Alle Wellenlängen ausserhalb dieses Spektrums sind für das menschliche Auge nicht sichtbar, begegnen uns aber täglich als UV-Strahlen oder auch Infrarot-Strahlen (z.B in modernen Temperaturmessgeräten).

 

Welchen Einfluss hat das Licht auf das Auge?

Ultraviolette Lichtstrahlen sind für das menschliche Auge nicht sichtbar. Sie sind aber ständig präsent. Da dieses energiereiche Licht im menschlichen Gewebe Schäden auslösen kann, ist ein Schutz vor dem Sonnenlicht äusserst wichtig. Das bekannteste Phänomen für Auswirkungen dieser energiereichen Strahlung ist der Sonnenbrand. Bei vermehrter Aussetzung des Sonnenlichtes, verändern die UV-Strahlen RNA-Moleküle der Haut. Diese veränderten Moleküle lösen eine Kettenreaktion aus, die zur Entzündung der Haut führt – es entsteht ein Sonnenbrand. Auch die Hornhaut ist anfällig für UV-Strahlen.

Die UV-Strahlung hat auch Auswirkungen auf das menschliche Auge insbesondere auf die Netzhaut. Thermische und photochemische Prozesse führen zu irreversiblen Veränderungen an der Netzhaut. Die körpereigene Augenlinse blockiert im gesunden Zustand das Eindringen der UV-Strahlen in das Augeninnere. So wird die Netzhaut vor dem UV-Licht geschützt. Auch potentiell schädliches energiereiches blaues Licht wird von der natürlichen Augenlinse herausgefiltert, bevor es die Netzhaut erreicht. Bei einer Katarakt-Operation wird die eingetrübte körpereigene Linse enfernt und durch eine neue künstliche Linse ersetzt. Durch die Entfernung der natürlichen Linse existiert dann dieser natürliche Schutz nicht mehr. In der Regel haben alle modernen Intraokularlinsen einen UV-Filter, so dass Strahlen dieser Wellenlängen keinen Schaden an der Netzhaut hervorrufen können. Bei Standard-Intraokularlinsen kann aber weiterhin blaues UV-Licht in das Auge gelangen und an der Netzhaut Veränderungen auslösen. Blaues Licht wird seit vielen Jahren mit der Entwicklung einer altersabhängigen Makuladegeneration in Verbindung gebracht. Durch die bereits erwähnten UV-Strahlen werden die Stoffwechselvorgänge in der Netzhaut gestört, die Makula (die Stelle des schärfsten Sehens) wird nicht mehr ausreichend versorgt – es kommt zu dauerhaften Schäden im zentralen Blickfeld.

Woraus bestehen Intraokularlinsen mit Filtern?

Bisher verwendete Intraokularlinsen sind künstliche Linsen, die einen UV-Filter aufweisen. Das Material der Linsen zeichnet sich dadurch aus, dass sie selektiv bestimmte Wellenlängen absorbieren können. Das heisst, dass Strahlen einer ganz bestimmten Wellenlänge oder eines Wellenlängenbereiches vollständig von der Linse herausgefiltert werden und nicht durch sie hindurchtreten können. Blaues Licht kann diese Linsen aber weiterhin passieren und somit über einen längeren Zeitraum zu Schäden an der Netzhaut führen. Eine der häufigsten Krankheiten in westlichen Ländern, die zu einer Sehverschlechterung bis hin zur Erblindung führen kann, ist die altersbedingte Makuladegeneration (AMD). Um den schädlichen Einfluss des blauen Lichtes zu unterbinden, wurden Intraokularlinsen entwickelt, die wie die natürliche Linse auch Wellenlängen des blauen Lichtes herausfiltern. Sie können ausser den UV-Strahlen auch noch Lichtstrahlen des schädlichen blauen Lichtes absorbieren. Sobald der Filtereffekt innerhalb des sichtbaren Spektrums liegt, erscheint auch die Filterlinse selbst farbig. In diesem Fall haben die innovativen Introkularlinsen eine gelbliche Farbe. Blaufilterlinsen (Gelbe Linsen) können die Netzhaut zusätzlich schützen und lassen nur den unschädlichen Teil des Lichtes hindurch. Das Farbensehen wird durch diese gelben Linsen jedoch nicht beeinträchtigt.

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Aus den o.g. Gründen werden von vielen Chirurgen heutzutage hauptsächlich Blaufilterlinsen implantiert. Insbesondere Patienten, die Anzeichen oder Vorstufen einer Makuladegeneration aufweisen oder auch genetisch vorbelastet sind, sind diese Linsen zu empfehlen. Sie werden präventiv also zur Vermeidung von Lichtschäden an der Netzhaut eingesetzt und sollten daher eines Tages zur Standard – Behandlung der Katarakt gehören.

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