Verisyse – Phake Intraokularlinse

Was ist eine Verisyse-Linse?

Die Verisyse-Linse (wird auch unter dem Namen Artisan-Linse vertrieben) ist eine sog. phake Linse, die vorhandene Fehlsichtigkeiten beseitigt. Sie wird in das Auge implantiert, ohne dass die natürliche Augenlinse entfernt wird. Sie befindet sich nach der Operation in der Augen-Vorderkammer und ist an der Regenbogenhaut fixiert, so dass sie sich nicht bewegen kann.

Imagen de una lente verisyse implantada

Implantierte Verisyse iLinse (https://www.amo-inc.com/)

Für wen sind Verisyse-Linsen geeignet?

Verisyse-Linsen sind für Patienten geeignet, die eine Kurzsichtigkeit zwischen -5,0 dpt und -20,0 dpt aufweisen. Zusätzlich kann ein Astigmatismus von bis zu -2,5 dpt ausgeglichen werden. Die Fehlsichtigkeit des Patienten sollte seit mindestens 6 Monaten stabil sein. In der Mehrzahl der Fälle haben Kandidaten den Wusch nach Brillenfreiheit, sind aber noch nicht alterssichtig und haben auch keinen Grauen Star. Darüberhinaus ist eine LASIK bei höherer Fehlsichtigkeit nicht mehr möglich. Die Verisyse-Linse ist damit eine gute Alternative zur LASIK, um zuverlässig auf eine Brille verzichten zu können. Patienten mit Voroperation an den Augen können u.U. nicht für diese Linse geeignet sein. Darüberhinaus gibt es folgende Kontraindikationen, also Befunde, die gegen eine Operation sprechen:

  • Angeborener Grauer Star
  • Entzündungen im Auginnern
  • Frühere Augenerkrankungen
  • Netzhautablösung in der Vergangenheit
  • Einäugigkeit
  • Grüner Star (Glaukom)
  • Hornhauterkrankungen

Falls Sie an einer dieser Erkrankungen leiden, sollten Sie das Ihrem Augenarzt unbedingt mitteilen.

Wie ist das Design einer Verisyse-Linse ?

Eine Verisyse-Linse weist folgende Eigenschaften auf:

  • Implantation in die Augen-Vorderkammer mit stabiler Positionierung
  • Hoher Abstand der Linse vom Endothel (innerste Hornhautschicht)
  • Keine Beeinträchtigung bei Pupillenweitstellung
  • Geringes Risiko der Kataraktentstehung
  • Zentrierung in optischer Achse des Auges

Es existieren zwei verschiedene Versionen dieser Linse, das Modell aus rigidem Material (Verisyse/Artisan) und ein flatbares Modell (Veriflex/Artiflex).

Die Verisyse-Linse wird in zwei unterschiedlichen Optikdurchmessern hergestellt, 5 oder 6 mm.   Sie wird am vorderen Irisgewebe durch zwei kleine Scharniere fixiert, in der ein kleiner vorderer Teil der Regenbogenhaut verankert wird. Das rigide Plastikmaterial besteht aus Polymethylmetacrylat (PMMA).  Daher muss zur Implantation das Auge 6 mm eröffnet werden. Anschliessend muss die Inzision mit einer kleinen Naht verschlossen werden.

Die Veriflex-Linse wird aus dem faltbaren Optikmaterial Polysiloxan hergestellt. Die Haptiken sind rigide und bestehen aus Polymetylmetacrylat (PMMA). Die Optikdurchmesser sind ebenfalls  5 bzw.  6 mm. Dank der Faltbarkeit dieses Modells kann die Inzisionsgröße auf 3,2 mm reduziert werden, so dass keine Naht mehr erfolgen muss und der Heilungsprozess schneller beendet ist.

Vor jeder Implantation muss eine umfangreiche Augenuntersuchung stattfinden, die einerseits alle refraktiven Untersuchungen beinhaltet aber auch den Ausschluss irgendeiner Augenerkrankung.

Planos de la lente verisyse

Darstellung der Masse einer Verisyse  Linse                     (https://www.amo-inc.com/)

Wie verläuft eine Operation mit Implantation der Verisyse-Linse?

Als erste Massnahme muss der Augenarzt eine kleine Öffnung in der Regenbogenhaut mittels eines YAG-Laser herstellen. Dadurch kann das Kammerwasser frei im Auge zirkulieren und eine Erhöhung des Augendrucks wird vermieden.  Dieser Eingriff ist schnell und schmerzfrei ambulant durchführbar. Er kann Tage vor der eigentlichen Operation  stattfinden oder auch am OP-Tag selbst, abhängig von der Entscheidung des Augenarztes

In erfahrenen Händen wird für die Implantation einer Verisyse-Linse ca. 10 Minuten benötigt. Meist wird die Operation in lokaler Betäubung durchgeführt. Nach Inzision wird die Linse eingführt und an der Regenbogenhaut wie oben beschrieben mit Spezialinstrumenten fixiert.  .

Im Falle der Linsenvariante aus hartem Material wird eine kleine Naht gesetzt und nach der Operation das Auge in manchen Fällen bis zum Kontrollbesuch am nächsten Tag verbunden.

Der Patient kann nach dem Eingriff nach Hause, sollte abe eine Begleitperson mitbringen. Auch selbstständiges Autofahren ist nicht möglich.

Folge- und Kontrolluntersuchungen sind sehr wichtig und sollten unbedingt eingehalten werden, damit mögliche Komplikationen vermieden werden.

Was sind die Vor- und Nachteile dieser Operation?

Die Verisyse-Linse kann aufgrund der Durchsichtigkeit der Hornhaut und der Fixierung in der Vorderkammer von aussen gesehen werden. Man muss allerdings schon aus geringer Entfernung und sehr genau hinschauen, um sie zu erkennen.

Die optischen Resultate mit der Verisyse-Linse sind sehr zufriedenstellend und stabil. Die Erholung des Auges nach der Operation schreitet schnell voran und man erreicht eine hohe Sehqualität. Die Linse ist so konstruiert, dass ein Einfluss auf andere Bereiche im Auge minimiert ist. So ist das Risiko für eine Kataraktentstehung sehr gering, ebenso wie eine Beeinflussung der innersten Hornhautsschicht (Endothel).  Der Eingriff ist voll reversibel, falls es also irgendeine Situation erforderlich machen sollte, kann die Linse jederzeit wieder entfernt werden. Auch ist ein Austausch der Linse möglich sowie ein anderer refraktiver Eingriff z.B. ein refraktiver Austausch der klaren Augenlinse.

Zusammenfassend kann dieser Eingriff eine gute Lösung für Patienten darstellen, die einerseits auf ihre Brille verzichten möchten, andererseits eine optimle Sehqualität erreichen wollen.

 

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